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Vorgefertigte Holzrahmenhäuser könnten eine Lösung für das Wohnungsproblem in Afrika sein

Volks.house hat bereits früh in 2017 sein operatives Geschäft aufgenommen und die erste vorgefertigte Holzrahmenfabrik in Sansibar, Tansania, Ostafrika, errichtet. Unter Vorfertigung versteht man die Herstellung aller Wand- und Dachelemente einschließlich der Vorinstallation von Elektro- und Sanitärinstallationen, die im Werk unter strengen Qualitätskontrollen erfolgen und ein Premiumprodukt gewährleisten.

Construction Review hatte ein exklusives Interview mit Saskia Just, Executive Director von Volks.house Ltd auf vorgefertigten Holzrahmenhäusern.

  1. Was halten Sie von vorgefertigten Holzrahmengehäusen?

Für die Herstellung der Holzrahmenelemente im Werk werden 5 bis 7 Werktage benötigt und die Montage des Fertighauses erfolgt innerhalb eines Tages. Holzrahmenkonstruktionen sind wasserdicht im Vergleich zu herkömmlichen Baumaterialien, die es einem ermöglichen, das Gebäude direkt nach der Errichtung zu betreten, um den Innenausbau fortzusetzen. Dies verbessert auch die Standortproduktivität erheblich.

Die Schnelligkeit des Baus reduziert die Programmierkosten des gesamten Gebäudes und aufgrund der kurzen Bauzeit, der hohen Qualität und der einfachen Montage sind die Häuser sehr kostengünstig und am Ende für die Kunden erschwinglich.

Ein wichtiger Aspekt für Volks.haus ist die Nachhaltigkeit von Holz als Baustoff. Holz enthält weniger Energie als vergleichbare Baumaterialien und ist möglicherweise der einzig wirklich erneuerbare Baustoff, der derzeit erhältlich ist. Damit ist Holz führend in einer Branche, die nachhaltiges Bauen fordert.

Ein Holzrahmenhaus verwendet 85% weniger Bausand, was sich insbesondere in Sansibar als weltweiter Engpass herausstellt. Die Fertigtechnologie ist in Design und Gebäudestruktur variabel und dies ermöglicht eine enorme Flexibilität, um alle Anforderungen im Bereich erschwinglicher Wohnungen zu erfüllen.

  1. Was sind die bisherigen Erfolge durch den Einsatz von Fertighäusern in Ihrer Region?

Wir haben erfolgreich eine Ausschreibung für den Bau von Fertighäusern in Fumba Town erhalten, dem ersten nachhaltigen umweltfreundlichen Wohnprojekt in Sansibar. Wir sind derzeit mit dem Bau von 100 Fertighäusern für die erste Phase des Projekts beauftragt. Da eine erhebliche Nachfrage nach diesen Häusern besteht, erwarten wir, dass in der kommenden Phase des Projekts viel mehr Häuser gebaut werden können. Volks.house hat auch Projekte für private Hotels durchgeführt, da wir beauftragt wurden, Hotelbungalows und Apartments in Sansibar zu bauen.

Da wir das enorme Wachstum unseres Unternehmens und die steigende Anzahl zufriedener Kunden gesehen haben, steigt die Nachfrage nach unseren modernen, erschwinglichen und umweltfreundlichen Fertighäusern.

Unser Unternehmen investiert sowohl in lokale Handwerker als auch in ausländische Fachkräfte, die sich auf Großprojektkonstruktionen und ein effizientes Management spezialisiert haben, um den unterschiedlichen Anforderungen und Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. Mit der Einführung unserer ersten Wohneinheiten in Sansibar besteht ein großes Interesse und eine große Nachfrage von Immobilienentwicklern, die in nachhaltige und umweltfreundliche Wohneinheiten zu erschwinglichen Kosten investieren möchten.

  1. Was sind die bisherigen Herausforderungen?

Volks.house ist ein junges Unternehmen und hat in kürzester Zeit eine neue Technologie auf dem tansanischen Wohnungsmarkt eingeführt. Für weitere Investitionen in die Werkserweiterung und in den Maschinenpark wird zusätzliches Kapital benötigt. Der eingeschränkte Zugang zu Finanzmitteln wie Baukrediten und Finanzierungsengpässen bremsen die Unternehmensentwicklung. Eine Investition in eine zweite oder dritte Produktionslinie würde unser Produktionsergebnis pro Jahr steigern und den bezahlbaren Wohnungsmarkt ankurbeln.

  1. Was kann getan werden, um diese Herausforderungen anzugehen?

Für den finanziellen Zugang sind die Banken die richtigen Ansprechpartner, um ein besser und leichter zugängliches Kreditsystem aufzubauen, aber auch für die Hausbesitzer ist eine Verbesserung der Hypotheken erforderlich.

Freie Wirtschaftszonen in Sansibar wurden gezielt eingerichtet, um ausländische Direktinvestitionen anzuziehen, arbeitsintensive Projekte durchzuführen und die Exporte zu steigern. Wir als Bauunternehmen profitieren weniger und diese Anreizprogramme könnten besser und spezifischer für Auftragnehmer sein, die eine neue und verbesserte Technologie implementieren.

Steuerliche Anreize für Auftragnehmer, z. B. für die Einfuhr von Rohstoffen, die Abschaffung der Doppelbesteuerung zwischen Sansibar und dem Festland, sollten umgesetzt werden, aber auch eine Vereinfachung der Vorschriften für Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen würde den Markt für kostengünstige Bautechnologien ankurbeln.

  1. Haben wir neue Technologien, die die Zukunft des bezahlbaren Wohnens in Afrika prägen könnten?

Ja, die Vorfertigung von Holzrahmenhäusern

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Yvonne Andiva
Redakteur / Business Developer bei Group Africa Publishing Ltd

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