Einblicke in die Immobilienkrise in China und den bröckelnden Immobilienmarkt

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Im Jahr 2023 richtet die Welt ihren kollektiven Blick auf den bröckelnden Immobilienmarkt in China. Die Unruhe ist berechtigt. In einem vom National Bureau of Economic Research im Jahr 2020 veröffentlichten Arbeitspapier wurde geschätzt, dass der chinesische Immobiliensektor 29 % des Gesamtvolumens ausmacht das BIP des Landes– etwa 4 Billionen US-Dollar von 14 Billionen US-Dollar.

Da der Immobilienmarkt seit den frühen 2000er Jahren einen beispiellosen Aufschwung erlebte und 2018 seinen Höhepunkt erreichte, hat der plötzliche Abschwung dazu geführt, dass sich globale Investoren, politische Entscheidungsträger und normale Bürger fragen: „Was passiert mit dem chinesischen Immobilienmarkt?“ und „Was hat den Absturz des chinesischen Immobilienmarktes verursacht?“

Der Evergrande-Effekt: Ein Katalysator für den bröckelnden Immobilienmarkt in China

Wenn man nach einem Symbol sucht, das die chinesische Immobilienkrise perfekt verkörpert, ist Evergrande genau das Richtige. Einst ein Koloss in der chinesischen Immobilienlandschaft, führte der Zahlungsausfall des Unternehmens zu einem plötzlichen Zusammenbruch des Marktvertrauens.

Der Untergang von Evergrande war nicht nur eine Unternehmenskrise; Es war ein wichtiger Katalysator, der die ohnehin schon zunehmende Immobilienblase in China weiter verschärfte. Investoren auf der ganzen Welt denken nun über die kaskadenartigen Auswirkungen der China-Immobilienkrise bei Evergrande auf die globalen Finanzmärkte nach.

Die Kluft zwischen offiziellen und realen Daten

Was dem Problem eine weitere Ebene der Besorgnis verleiht, ist die auffällige Diskrepanz zwischen den offiziellen Regierungsstatistiken und der Realität, die von privaten Datenanbietern und Immobilienmaklern dargestellt wird. Offizielle Daten der chinesischen Regierung zeigen nur einen Rückgang der Preise für neue Häuser und bestehende Häuser um 2.4 % bzw. 6 %.

Aber wenn man etwas tiefer geht, zeigen die privaten Daten, dass die Preise für Bestandsimmobilien in großen Ballungsräumen wie Shanghai und Shenzhen um mindestens 15 % gesunken sind. Das Verständnis dieser Diskrepanz ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir herausfinden wollen, was wirklich auf dem chinesischen Immobilienmarkt passiert.

China-Immobilienkrise 2023: Wirtschaftsindikatoren und soziale Auswirkungen

Es geht nicht nur um die Zahlen; Die sozialen Auswirkungen sind ebenso alarmierend. Der Immobilienmarkt erlebte seit Anfang der 2000er Jahre einen langen Aufschwung, der 2018 seinen Höhepunkt erreichte, bevor eine allmähliche Abkühlung einsetzte starker Rückgang im Verkauf Anfang 2022.

Dieser Rückgang stört ein wirtschaftliches Ökosystem, von dem Millionen abhängig sind – Bauarbeiter, Immobilienmakler und eine ganze Reihe anderer Arbeitsplätze, die direkt mit einem boomenden Immobiliensektor verbunden sind. In einer Wirtschaft, in der Immobilien eine so zentrale Rolle spielen, ist ein Abschwung nicht nur eine Branchenkrise, sondern eine potenzielle wirtschaftliche Katastrophe.

Sinken die Immobilienpreise in China wirklich? Die Daten sprechen

Die Antwort ist ein klares Ja, aber die Intensität hängt davon ab, wen Sie fragen. Die Diskrepanz zwischen offiziellen Daten und Zahlen privater Datenanbieter lässt Raum für Spekulationen und Unsicherheit.

Die Unklarheit über Chinas offizielle Immobilienpreisindizes verschärft die chinesische Immobilienkrise im Jahr 2023 und erschwert es den politischen Entscheidungsträgern, wirksame Korrekturmaßnahmen zu ergreifen.

Das politische Rätsel: Zu viele Hebel, zu wenig Klarheit

Chinas Behörden verfügen über eine Reihe von Politikinstrumente Ihnen stehen Mittel zur Verfügung, um die Immobilienpreise zu kontrollieren, die von der Verschärfung der Beleihungsquote bis hin zu drastischeren Maßnahmen wie der Begrenzung des Immobilienbesitzes reichen. Die Immobilienkrise in China 2023 hat jedoch gezeigt, dass diese politischen Hebel nur dann ausreichen, wenn ausreichende Transparenz und Verständnis für die Marktrealitäten vorhanden sind.

Der bröckelnde Immobilienmarkt in China erklärt

Wenn wir uns durch die unzähligen Komplexitäten der chinesischen Immobilienkrise bewegen, wird deutlich, dass es sich hierbei nicht nur um ein chinesisches Problem, sondern um ein globales Problem handelt. Die Faktoren, die zu dieser Krise beitragen, sind ebenso vielfältig wie komplex – von Konjunkturabschwächungen bis hin zu unternehmensspezifischen Ereignissen.

Während der spektakuläre Untergang von Evergrande weltweit für Schlagzeilen gesorgt hat, ist es wichtig zu erkennen, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall im sich entwirrenden Geflecht der Immobilienkrise in China handelt. Mehrere andere schuldenbelastete Entwickler, wie Fantasia Holdings, Sinic Holdings Group und Modern Land, sind entweder zahlungsunfähig geworden oder stehen gefährlich kurz vor dem Zahlungsausfall.

Besorgniserregend ist die Bonitätseinstufung von Sunac, Chinas drittgrößtem Projektentwickler stark aufgeschlitzt. Grund dafür sind zunehmende Unsicherheiten rund um die Schuldenrückzahlung.

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Das breite Spektrum an Unternehmen, die mit Schulden zu kämpfen haben, unterstreicht, dass es sich um systemische Probleme handelt, die weit über die Probleme eines einzelnen Unternehmens hinausgehen. Dies erschwert die Krise und wirft weitere Fragen zur Stabilität und Widerstandsfähigkeit des chinesischen Immobiliensektors insgesamt auf.

Der in diesem Artikel erläuterte bröckelnde Immobilienmarkt in China erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll einen umfassenden Überblick über eine Krise bieten, die uns alle betreffen wird. Das Gespräch ist noch lange nicht zu Ende, und wenn sich die Situation weiterentwickelt, ist es die beste Möglichkeit, sich auf alles vorzubereiten, was als nächstes kommt.