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Projektzeitplan Brenner Basistunnel (BBT) und alles, was Sie wissen müssen

Der Brenner Basistunnel (BBT) ist ein zweiröhriger (je 8.1 m breit, 40 bis 70 m voneinander entfernter), gerader, flacher U-Bahntunnel, der durch den Fuß der Ostalpen unterhalb des Brennerpasses nach verbinden Innsbruck, die Hauptstadt des westlichen österreichischen Bundeslandes Tirol, und Fortezza, eine Gemeinde in Südtirol, Norditalien.

Der 55 Kilometer lange Haupttunnel beginnt im Innsbrucker Stadtteil Wilten und durchdringt die Alpen bis auf eine Höhe von rund 840 Metern über dem Meeresspiegel. Der Tunnel wird an seiner tiefsten Stelle im Gneisabschnitt, der sich südlich der italienischen Grenze erstreckt, bis zu 1,720 Meter unter der Oberfläche liegen.

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Bei unvorhergesehenen Ereignissen verfügt der Tunnel über drei Nothaltestellen in Trens (in Freienfeld), St. Jodok und zum nördlichen Tunnelende hin, wo die Züge unterirdisch im Tunnel halten können. Die beiden Röhren sind alle 333 Meter durch verbindende Seitentunnel verbunden, die im Notfall als Fluchtwege genutzt werden können. Für die Zugbeeinflussung wird ETCS Level 2 installiert.

An seinem nördlichen Ende verfügt das BBT über zwei Eingänge, die wenige Kilometer vor der Einmündung in die Haupttunnel unterirdisch verlaufen. Einer der beiden Zugänge führt vom Hauptbahnhof Innsbruck unter Bergisel und der andere verbindet sich mit der Umfahrung Innsbruck.

Etwa zwei Drittel des gesamten Tunnelbaus werden mit Tunnelbohrmaschinen und der Rest (ein Drittel) durch zyklische und konventionelle Verfahren wie Sprengstoffe, mechanische Bagger mit Hydraulikhämmern und Bohrgeräte durchgeführt.

Nach Fertigstellung soll der BBT der längste durchgehende Eisenbahntunnel der Welt werden. Er wird einem Gewicht von 400 Zügen standhalten können (222 Güterzüge und 42 Personenzüge im Basistunnel) und ermöglicht eine deutlich schnellere Alpenüberquerung. Die Güterzüge werden mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h und die Güterzüge mit 250 km/h verkehren, wodurch sich die Reisezeit zwischen den beiden Regionen von derzeit 2 Stunden auf etwa 50 Minuten verkürzt.

Projektzeitplan Brenner Basistunnel (BBT)

2007

Im Juli unterzeichneten Österreich und Italien eine Absichtserklärung zur Unterstützung des Brenner Basistunnels (BBT) bei der Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene.

Im Sommer desselben Jahres wurde mit dem Bau eines Pilotstollens begonnen, der auf der Trasse des zukünftigen Tunnels verläuft und während der großen Bauphase des BBT für den Abtransport von Wasser und Abraum genutzt werden soll.

2008

Das Projekt wurde im Frühjahr 2008 zur Genehmigung eingereicht.

2014

Im Oktober wurde das Baulos Süd des Brenner Basistunnels an die ARGE Eisack, bestehend aus Wir bauen (ehemals Salini Impregilo), Strabag AG, Strabag SpA, Consorzio Integra und Collini Lavori.

Im Mai hat die Regierung dem Projekt zugestimmt und grünes Licht gegeben.

2019

Im Juli wurden zwei österreichische Tübbinge verbunden und ein ununterbrochener 36 km langer Tunnel (ca. 65 % der gesamten BBT-Länge des Tunnels) gebildet.

2020

Im Oktober hat der Auftragnehmer des Projekts, das österreichisch-italienische Tunnelbauunternehmen Brenner Basis Tunnel (BBT SE), das sich im gemeinsamen Besitz der österreichischen und italienischen Eisenbahninfrastrukturbetreiber befindet, ÖBB . RFI) einen wichtigen Auftrag zum Bau des 18 km langen Abschnitts Los H51 zwischen Pfons und der Brennergrenze storniert.

Der Auftrag umfasste außerdem rund 9 km Erkundungsstollen, einen Notzugangsstollen und eine unterirdische Notevakuierungshaltestelle in St. Jodok.

2021

Im März hat der Infrastrukturbetreiber Italian Rail Network (RFI) ein 51:49-Konsortium aus Webuild und Implenia einen Auftrag über 1.07 Mrd.

Im selben Monat gab die österreichisch-italienische BBT SE für „Virginia“ eine durchschnittliche tägliche Vorschussrate von 27.7 Mio. bei einer Tagesbestleistung von 36.75 Mio. bekannt.

November 2021

Die Webuild Group und ihre Schweizer Tochtergesellschaft CSC erhielten in einem Joint Venture mit dem Schweizer Partner Implenia einen Auftrag von knapp 737.5 Mio. US$ zur Ausführung der Arbeiten am Baulos H41 Gola del Sill-Pfons auf österreichischer Seite.

Der Leistungsumfang umfasst den Bau der Bahnstrecke von Gola del Sill bei Innsbruck im Norden bis in die weiter südlich gelegene Stadt Pfons, den Vortrieb von ca. 7.3 km Tunnel und Hilfstunnel in traditioneller Bauweise sowie den Vortrieb eines weiteren 16.5 km mit mechanisierten Methoden.

Dazu gehören auch die Auskleidung der Wände fertiggestellter Tunnel, eine unterirdische Nothaltestelle Innsbruck, Zugangsstollen, Erkundungsstollen und Teile anderer Nebenstollen.

Ende November 2021

Beim Projekt Brenner Basistunnel wurde nach dem Vortrieb von mehr als 14 Kilometern innerhalb von dreieinhalb Jahren ein neuer Meilenstein erreicht. Der 14 km lange Tunnel wurde von der Tunnelbohrmaschine (TBM) mit dem Namen „Serena“ gegraben.

Angeblich hat Serena einen Durchmesser von 6.85 m, eine Länge von fast 300 m, ein Gewicht von 1,500 t und eine Antriebsleistung von 2,800 kW. Auf der 4 km langen Strecke, die am Brenner endet, grub die TBM jedes Jahr mindestens 14 km Fels durch.

Der Meilenstein markiert das Ende der Arbeiten am Erkundungsstollen auf italienischer Seite für den Tunnel und bringt den Vortrieb bei Lot Mules 82-2, dem größten Baulos des Projekts, auf 3 %.

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